Mittwoch, 27.02.2019

Wie geht Kommunikation im Team richtig? | #25

Während die meisten Teams die Email längst in den Ruhestand geschickt haben und Echtzeitkommunikation feiern, ist Axel davon überhaupt nicht begeistert. Warum er das so sieht und wie wir bei uns im Unternehmen stattdessen kommunizieren, hört ihr in dieser Folge! 

Schöne neue Welt - jeder kann arbeiten wo und wann er will, verbunden bleibt man über den Chat. Das Mantra dabei: Nicht nebeneinander, aber doch jederzeit alle zusammen arbeiten.

Obwohl wir große Fans von HomeOffice und Remote-Arbeiten sind, kam es dabei immer wieder zu Problemen in unserer Kommunikation.

Die größte Schwierigkeit in Remote-Teams ist es wohl, dass man nicht sieht, was derjenige, den man anschreibt, gerade tut und ob man ihn vielleicht sogar bei einer wichtigen Sache unterbricht.

Verstärkt wird das noch dadurch, dass die meisten Leute ihre Chat-Lösung so eingestellt haben, dass sie bei jeder neuen Message benachrichtigt werden. Systemseitig kann man zwar viele Tools so einrichten, dass man nicht dauerhaft unterbrochen wird, das tut aber kaum jemand. Warum?

  1. Schnell antworten / reagieren / helfen kommt gut an und jeder von uns möchte natürlich gerne schnell helfen.
  2. Menschen mögen Ablenkung, auch wenn sie das nie zugeben würden.


Mit dem Ziel der für uns bestmöglichen Kommunikation vor Augen haben wir also in der letzten Zeit so einiges ausprobiert.

Unsere Historie - welche Kommunikations-Tools haben wir getestet?

  1. HipChat
  2. Slack
  3. Rocket Chat (1:1 Nachrichten abschaltbar)
  4. Basecamp

Kleben geblieben sind wir vorerst auf Basecamp. Das Projektmanagement-Tool hat nämlich eine eingebaute Chat-Funktion, diese ist aber schwerer zu erreichen und alleine das hat wohl schon gereicht, unser 1:1-Aufkommen zu reduzieren. Basecamp ist aus unserer Sicht das System, das am ehesten die Zeit des anderen wertschätzt.


Unser Status Quo in Sachen Kommunikation im Team:

  1. Nicht-Echtzeit als Default. Keine 1:1 Nachrichten, es sei denn es ist wirklich zeitkritisch.
  2. Keine wichtigen Diskussionen im Chat, dafür gibt es bessere / zeitlich entkoppelte Bereiche. Unsere Annahme heute: jeder Chat könnte einmal täglich gelöscht werden und niemand würde etwas verpasst haben.
  3. Es müssen nicht alle Kollegen zu jedem Thema mitdiskutieren. Je kleiner der Mitleserkreis in Diskussions-Threads, desto besser.
  4. Der Chat dient nur als Watercooler oder für ganz kurze Abstimmung innerhalb der schnelllebigen Teams. Alles hier ist fyi und niemand erwartet, dass man hier alles mitgelesen hat.

In unserem Onboarding gibt es mittlerweile sogar eine “Kommunikationsfibel”, die neuen Kollegen unsere Kommunikationskultur darlegt und Beispiele gibt.


Wie läuft das bei euch im Unternehmen mit der Echtzeitkommunikation? Lasst es uns gerne auf Facebook wissen!


Weiterführende Links:

Unser Blogpost zum Thema “Echtzeitkommunikation: Praktisch oder störend?"

Angesprochene Bücher:

Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World

The 4-Hour Workweek

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